In Deutschland fehlt ein ganzer Weinberg

Die Polizei vermutet, dass ein konkurrierender Winzer etwas Gelee bekommen hat.

Irgendwo in Süddeutschland stoßen Diebe möglicherweise bald Gläser illegal erworbenen Rieslings zu einer besonders massiven Plünderung an. In der vergangenen Woche wurden in einem Weinberg in Deidesheim mehr als 300 kg Trauben im Wert von 9.200 USD gestohlen. Irgendwann nach einem ansonsten ereignislosen Mittwochnachmittag verschwunden, ist es wahrscheinlich, dass sie in Sichtweite gerissen wurden.

Die örtliche Polizei vermutet, dass die Heisters eine „professionelle Erntemaschine über den gesamten Weinberg“ benutzten, um den gigantischen Traubenraub durchzuführen. Laut offiziellen Angaben werden diese Maschinen häufig in Weinbergen in der Abenddämmerung eingesetzt, sodass die Betrachter keinen Grund hätten, auf den ersten Blick einen Diebstahl zu vermuten. Tatsächlich ist es durchaus möglich, dass es mehrere unwissende Zeugen des Verbrechens gab, da der Weinberg neben dem Parkplatz eines großen Supermarkts liegt.

Die rheinland-pfälzische Region ist bekannt für ihren Riesling und Sekt, auf denen 13.000 Weinberge liegen, auf die fast 90% der Weinexporte des Landes entfallen. So ist es vielleicht keine Überraschung, dass dies nicht der erste große Diebstahl ist, der untergegangen ist. Demnach sind im umliegenden Distrikt im vergangenen Jahr weit über 1.000 Pfund Weintrauben verschwunden.

Also, wer ist verantwortlich - in diesem Fall und in ähnlichen Fällen? Die Polizei vermutet, dass die Täter rivalisierende lokale Winzer sind, da sie Zugang zu den Maschinen haben, die für die Durchführung des Verbrechens in so großem Umfang erforderlich sind. Außerdem schienen die Diebe die wissenden Augen von Weinbauern zu haben, die mit den Früchten vertraut waren - sie stahlen nur die besten Trauben, als sie gerade die höchste Reife erreichten.

Ähnliche Plünderungen haben kürzlich Weinberge in Frankreich, der Schweiz und den Vereinigten Staaten überflutet. Um Diebe abzuhalten, haben Winzer in Frankreich Umweltbeauftragte stationiert, die zu Pferd Weinberge patrouillieren und dabei die Augen nach ruchlosen Aktivitäten offen halten. Vielleicht folgt Deutschland. Bis dahin sind die Beamten entschlossen, die Verantwortlichen für das durch saure Trauben verursachte Verbrechen aufzuspüren.