Wuppertals geliebte schwimmende Einschienenbahn zieht wieder um

Alle einsteigen!

Jede Stadt braucht ein Maskottchen, animiert oder anders. In Oakland, Kalifornien, gibt es beispielsweise das algengrüne Midcentury-Monster.

In der deutschen Stadt Wuppertal gibt es die Schwebebahn - eine weitläufige Schwebebahn, die nach fast neunmonatigen Renovierungsarbeiten am 1. August 2019 wieder in Betrieb genommen wurde und von den Einheimischen mit Jubel begrüßt und von den Arbeitern an den Bahnhöfen festliche Waffeln und Eis verteilt wurde.

Die Route umfasst 20 Haltestellen, erstreckt sich über etwas mehr als 13 km und befördert mehr als 65.000 Fahrer pro Tag. Der Bau begann im Jahr 1898, und die Öffentlichkeit stieg 1901 zum ersten Mal an Bord. Die Eisenbahn wurde bei Luftangriffen im Jahr 1943 schwer beschädigt, und für einige Jahre beförderte die Strecke nur Not-Shuttles. Bis 1946 war es wieder voll funktionsfähig, aber eine Handvoll Unfälle haben die Einschienenbahn seitdem für einige Tage, Wochen oder Monate außer Betrieb gesetzt.

(Einige waren tödlich, andere nur verrückt - wie an dem Tag 1950, als ein junger Zirkuselefant namens Tuffi aus einem Eisenbahnwagen in den Fluss stürzte und lebte, um darüber zu trompeten.)

Aber die Eisenbahn war noch nie so lange unbeweglich. Es war seit November 2018 wegen Reparaturarbeiten geschlossen, als ein Teil davon einstürzte. Jetzt können Pendler wieder an Bord klettern und die Straßen und die Wupper genau wie ein Vogel überblicken.

Der Bürgermeister ist begeistert, dass er wieder in Aktion ist.

"Wuppertal hängt eher an seinem Hängezug", sagte Bürgermeister Andreas Mucke der Menge, die die Rückkehr einläuten sollte. Der Zug "ist das Wahrzeichen der Stadt", sagte er.

Im Gespräch mit der Lokalzeitung ging Mucke noch einen Schritt weiter und beschrieb die Eisenbahn als ikonisch und untrennbar mit der Stadt, über der sie kriecht. Wuppertal ohne die Schwebebahn, sagte Mucke, wäre "wie Paris ohne den Eiffelturm".