Warum die Stadt des Lichts viel grüner wird

Zu den ehrgeizigen Plänen von Paris für „Stadtwälder“ gehört das Pflanzen von Bäumen in der Nähe von Wahrzeichen.

Das Pariser Abkommen machte bei seiner Verabschiedung im Dezember 2015 viele Schlagzeilen. Das in der französischen Hauptstadt in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen ausgearbeitete globale Abkommen fordert alle Länder der Welt auf, die Treibhausgasemissionen zu senken und die Infrastruktur umweltbewusst zu gestalten Aktualisierung.

In den mehr als drei Jahren seit der Unterzeichnung des Pakts hat Frankreich eine Reihe von Richtlinien angekündigt, die innerhalb seiner Grenzen angewendet werden sollen: Verbot von Benzin- und Dieselfahrzeugen, Eliminierung von mit Kohle betriebenem Strom und Investitionen in Milliardenhöhe in nachhaltige Energiemethoden. unter anderem.

Nun geht die Stadt, in der das Namensvetterabkommen unterzeichnet wurde, noch einen Schritt weiter. Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat kürzlich einen ehrgeizigen Plan angekündigt, um Paris im wahrsten Sinne des Wortes umweltfreundlicher zu machen.

Wenn alles nach Plan verläuft, sprießen bald „Stadtwälder“ in der Nähe vieler historischer Wahrzeichen von Paris, darunter der Bahnhof Gare de Lyon und das Hôtel de Ville (Rathaus). Diese Baumtaschen - die sowohl in versteckten als auch in stark frequentierten Bereichen entstehen - sollen die zunehmend heiße Stadt (die im Juni Rekordtemperaturen von über 100 Grad Fahrenheit erreichte) gleichzeitig verschönern und abkühlen.

Paris ist die sogenannte „städtische Wärmeinsel“. Bei Hitzewellen ist die Stadt in der Regel viel heißer als die Vorstadt oder die französische Landschaft. Der Plan des Bürgermeisters, „Inseln der Kühle“ zu pflanzen, wird einen natürlichen Schatten über oder um viele der architektonischen Wahrzeichen von Paris werfen, einschließlich des Eiffelturms.

Der erste städtische Hain wird bereits im nächsten Jahr installiert. Insgesamt will die Stadt bis 2020 20.000 neue Bäume pflanzen. Ziel ist es, bis 2030 die Hälfte der Pariser Anbaufläche mit voll bepflanzten Flächen abzudecken.

Das ist, wenn alles gut geht. Das städtische Begrünungsprojekt wird bedeuten, öffentliche Räume und Parkplätze zu opfern, um Vegetation zu pflanzen - Bewegungen, die einige Pariser frustrieren (oder verdrängen) könnten. Es gibt auch die Frage der Kosten: Das Büro des Bürgermeisters muss noch einen Gesamtpreis für dieses Projekt bekannt geben, daher ist die Sicherung und Zuweisung von Finanzmitteln ein weiteres potenzielles Problem. Schließlich gibt es diejenigen, die befürchten, dass der Zustrom von Bäumen die Aussicht auf einige beliebte Sehenswürdigkeiten beeinträchtigt.

Vorläufig ist der Plan jedoch sehr hübsch. Die Abbildungen der geplanten Stadtwälder zeigen das von einem Pinienhain umgebene Pariser Rathaus, während der Betonbereich rund um das Opernhaus Palais Garnier mit frischen Kirschblüten belebt wird. Schließlich werden die Ufer der Seine von Gras flankiert, und der Vorplatz des Gare de Lyon wird von eleganten Bäumen gesäumt.

Abgesehen von dieser ehrgeizigen städtischen Begrünung strebt die Stadt an, in 30 Jahren vollständig klimaneutral zu sein - ein saubereres und grüneres Paris, das die ganze Welt sehen kann.