Gefunden: Seltene in der Themse lebende Seepferdchen

Eine kürzliche Zunahme der Sichtungen von Seepferdchen ist ein deutlicher Hinweis auf eine Wiederbelebung des Flusses.

Die Themse verläuft 215 Meilen von Gloucestershire über London bis zur Nordsee und war nicht immer eine Quelle des englischen Stolzes. Im 19. Jahrhundert war es als "Great Stink" bekannt, und Charles Dickens nannte es 1850 einen "verschmutzten Strom". In den späten 1950er Jahren, nachdem Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg einen Großteil des viktorianischen Abwassersystems in London zerstört hatten, wurde es für deklariert "Biologisch tot."

Aber die Themse ist zurück. In den letzten Jahren haben strengere Vorschriften für Industriedumping, Verbesserungen des Abwassersystems in London und aggressive Sanierungsbemühungen das Schicksal umgekehrt. Der Fluss beherbergt heute eine Vielzahl von Tieren (einschließlich Robben, Schweinswalen und gelegentlich auch streunenden Walen).

Jüngste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine neue Meerestier die englische Hauptstadt zu Hause anruft. In den vergangenen zwei Monaten haben Ökologen der Zoological Society of London (ZSL) Seepferdchen - bekannt als „Stickler for Clean Water“ - bei sechs verschiedenen Gelegenheiten in der Nähe der South Bank der Stadt und in Greenwich, einem Stadtteil im Südosten Londons, entdeckt .

Bereits 2008 führten die ersten Sichtungen der beiden Seepferdchenarten Großbritanniens - Langschnauze () und Kurzschnauze () - zu ihrem rechtlichen Schutz nach dem Wildlife and Countryside Act.

Die Häufigkeit der jüngsten Sichtungen - sechs in zwei Monaten gegenüber dem vorherigen Durchschnitt von zwei pro Jahr - legt nahe, dass die Kreaturen zurückbleiben. "Wir freuen uns sehr, immer mehr Beweise dafür zu finden, dass Seepferdchen in der Themse leben", sagte Anna Cucknell, Naturschutzmanagerin bei der ZSL, in einer Pressemitteilung.

Cucknell fügte hinzu, dass die jüngsten Erkenntnisse auch neue Forschungsergebnisse auslösen könnten. „Es gibt derzeit kaum wissenschaftliche Daten über den weiteren Status und die Population dieser beiden Seepferdchenarten in der Themse und in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet. Wir sind daher zuversichtlich, dass diese jüngsten Funde die Aufmerksamkeit der Geldgeber auf sich ziehen werden, um uns dabei zu helfen, mehr über diese erstaunlichen Arten zu erfahren Tiere."