Heiliges Tal der Inkas

In den Anden von Peru, versteckt zwischen Cusco und Machu Picchu, liegt das Heilige Tal der Inkas. Eine Strecke von praktisch unberührten Dörfern und antiken Ruinen, die sich über weite Felder und Berghänge erstrecken. Sie strahlt Andengeschichte, Kultur und Schönheit aus.

Ursprünglich vom Urubamba-Fluss (die Region ist auch als Urubamba-Tal bekannt) geformt, war das Tal einst die fruchtbare und spirituelle Basis des Inka-Reiches. Mais, Koka, Kartoffeln und mehr wuchsen auf Feldern und an terrassierten Berghängen, während die astrologischen Überzeugungen der Inkas den unerbittlichen Strom des Flusses widerspiegelten.

Heute ist die Bergluft frisch und dünn. Massiver Himmel stürzt in gewaltige Landschaften. Quechua sprechende Bauern bearbeiten die Felder mit Methoden, die seit der alten Inka-Ära unverändert geblieben sind. Aber während das Heilige Tal tief in seiner Geschichte verwurzelt ist, sind die zeitgenössischen Einflüsse jetzt mit der Tradition verwoben. Das einzige, was auffälliger ist als die Landschaft, ist die lebendige Mischung aus Antike und Moderne.

Die Region produziert weiterhin Getreide für Cusco, darunter Getreide, Pfirsiche und Avocados, und obwohl die jahrhundertealten Anbaumethoden und Markttage den Tourismus anziehen, bleiben sie auch wichtige kulturelle Praktiken.


In Maras, etwa 40 Kilometer nördlich von Cusco, wird seit der Zeit vor den Inkas Salz durch ansteigende Verdunstungsteiche gewonnen. Das stark salzhaltige Quellwasser fließt in ein kompliziertes System winziger Kanäle, die so konstruiert sind, dass sie bis zu mehreren hundert alten terrassierten Teichen abfließen. Ein informelles Kooperationssystem zwischen Landwirten, das zur Zeit der Inkas, wenn nicht vorher, eingerichtet wurde, hält das System am Laufen.

Das Heilige Tal beherbergt einige der schönsten Inka-Ruinen in ganz Amerika und peppt die Landschaft wie geerdete Schiffe auf. Die Stadt Ollantaytambo liegt auf einem Plateau mit umliegenden Bergen, die jeweils mit terrassenartigen Ruinen bedeckt sind und ursprünglich für die Landwirtschaft auf instabilem Gelände bestimmt sind.

Heute wird der Raum für öffentliche Zwecke genutzt, wie zum Beispiel das Sommerfestival Ollantay Raymi, das dem Sonnengott der Inkas gewidmet ist. Auf den alten Terrassen wird eine kunstvolle Aufführung des Ollantay-Dramas aus dem 18. Jahrhundert aufgeführt, die die Geschichte von General Ollantay und seiner verbotenen Liebe zu einer Prinzessin erzählt.


Ollantay Raymi-Ausführende, die auf den terassenförmig angelegten Ruinen in Ollantaytambo, Peru stehen


Ollantay Raymi-Darsteller in Ollantaytambo, Peru


Eine Umarmung beim Ollantay Raymi Festival in Ollantaytambo, Peru

Bei so vielen Touristenströmen in Machu Picchu und Cusco ist es leicht, die Schönheit dieser Region zu übersehen. Von seiner natürlichen Lebendigkeit bis hin zu seiner reichen Geschichte ist das Heilige Tal ein wirklich einzigartiges, verborgenes Wunder.


Ein Weber in Ollantaytambo, Peru


Ein Weber in der Textilmitte in Chinchero, Peru


Landwirt, der mit Eseln in Chinchero, Peru geht


Ein Schamane in Ollantaytambo, Peru


Ollantaytambo, Peru


Ein Haus in Chinchero, Peru


Ein Geschäft in Ollantaytambo, Peru


Thread im The Textile Center in Chinchero, Peru


Männer sitzen gegen eine Kirche im Heiligen Tal


Zwei Weber im The Textile Center in Chinchero, Peru


Die Hände eines Webers am Textilzentrum in Chinchero, Peru

Wolken über Ruinen in der Region Sacred Valley

Weitere Fotos von James Emmerman finden Sie auf seiner Website. Sie können ihm auch auf Flickr und Twitter folgen.